Hochschulabschluss im Lebenslauf angeben: Formate und Beispiele

Milad Bonakdar
Autor
So formatieren Sie Abschlüsse, laufende Studiengänge, abgebrochene Studien, mehrere Abschlüsse, Noten und Zusatzangaben im Lebenslauf klar und ehrlich.
Hochschulabschluss im Lebenslauf angeben: Formate und Beispiele
Geben Sie einen Hochschulabschluss im Abschnitt "Ausbildung" mit Abschlussbezeichnung, Fachrichtung, Hochschule, Ort und Abschlussdatum an. Wenn der Abschluss noch läuft, nennen Sie das voraussichtliche Datum. Bei einem abgebrochenen oder pausierten Studium sollten Sie transparent bleiben und nur die belegbaren Studienleistungen nennen.
Ein klares Grundformat sieht so aus:
Bei Berufseinsteigern kann die Ausbildung weit oben stehen. Mit mehr Berufserfahrung reicht meist ein kompakter Abschnitt unter der Berufserfahrung.
Was in den Eintrag gehört
Nennen Sie zuerst die Information, die für die Stelle am wichtigsten ist:
- Abschluss und Studienfach.
- Hochschule oder Bildungseinrichtung.
- Ort, falls er für den Lebenslauf sinnvoll ist.
- Abschlussdatum, voraussichtlicher Abschluss oder belegte Studienzeit.
- Schwerpunkt, Note, Auszeichnungen, relevante Kurse oder Abschlussarbeit nur bei echtem Bezug zur Stelle.
Vermeiden Sie lange Kurslisten. Der Abschnitt soll Ihre Qualifikation schnell verständlich machen.
Abgeschlossener Abschluss
Schreiben Sie die Abschlussbezeichnung aus und ergänzen Sie eine geläufige Abkürzung nur, wenn sie im Zielland oder Fachgebiet bekannt ist.
Für einen Master:
Für eine Promotion gehören Dissertation oder Forschungsthemen nur hinein, wenn die Bewerbung wissenschaftlich, technisch oder forschungsnah ist.
Laufendes Studium
Wenn Sie noch eingeschrieben sind, formulieren Sie den Status klar:
Bei wenig Berufserfahrung können Sie relevante Projekte ergänzen:
Abgebrochenes oder pausiertes Studium
Führen Sie ein nicht abgeschlossenes Studium nur auf, wenn es Ihre Bewerbung stärkt. Schreiben Sie nicht so, als hätten Sie den Abschluss erhalten.
Wenn Sie zurückkehren wollen:
Mehrere Abschlüsse
Listen Sie mehrere Abschlüsse rückwärts chronologisch, also den neuesten zuerst.
Wenn beide Abschlüsse von derselben Hochschule stammen, können Sie sie platzsparend zusammenfassen.
Noten, Auszeichnungen und Kurse
Nennen Sie eine Note nur, wenn sie stark ist, aktuell wirkt und zum Profil passt. Auszeichnungen, Stipendien, Abschlussarbeiten und relevante Projekte sind oft nützlicher als eine lange Kursliste.
Für erfahrene Bewerber sollte der Bildungsabschnitt kurz bleiben. Für Studierende und Berufseinsteiger darf er mehr Nachweise enthalten.
Häufige Fehler
Vermeiden Sie:
- Einen nicht abgeschlossenen Abschluss als abgeschlossen darzustellen.
- Unklare Abkürzungen ohne ausgeschriebene Bezeichnung.
- Schulbildung nach einem Hochschulabschluss, sofern sie nicht ausdrücklich relevant ist.
- Schwache Noten oder irrelevante Kurse.
- Unterschiedliche Datumsformate im selben Abschnitt.
Schnelle Entscheidungshilfe
Setzen Sie die Ausbildung nach oben, wenn Sie studieren, gerade abgeschlossen haben oder der Abschluss eine Muss-Anforderung ist. Halten Sie sie kurz, wenn Ihre Berufserfahrung wichtiger ist. Mit Minova können Sie prüfen, ob Ihr Bildungsabschnitt die Anforderungen einer konkreten Stellenanzeige klar genug abdeckt.
Häufige Fragen
Muss ich das Abschlussdatum nennen?
Bei laufendem Studium, frischem Abschluss oder unvollständiger Ausbildung ist es hilfreich. Bei älteren Abschlüssen kann das Jahr oft entfallen.
Wie gebe ich ein Studium ohne Abschluss an?
Nutzen Sie Formulierungen wie "Studienleistungen im Bachelor..." oder "90 ECTS abgeschlossen" und nennen Sie nur relevante Kurse.
Soll ich alle Abschlüsse aufführen?
In der Regel ja, solange sie Hochschul- oder Berufsabschlüsse sind. Wenn ein alter oder fachfremder Abschluss Platz wegnimmt, kürzen Sie Details.
