Dezember 21, 2025
4 Min. Lesezeit

Notizen zum Vorstellungsgespräch: Was du aufschreiben solltest

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Notizen zum Vorstellungsgespräch: Was du aufschreiben solltest
Mona Minaie

Mona Minaie

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Du darfst Notizen zum Vorstellungsgespräch mitbringen, wenn sie das Gespräch unterstützen. Erfahre, welche Punkte sinnvoll sind, was du besser auswendig kannst und wie du Notizen unauffällig nutzt.


Notizen zum Vorstellungsgespräch: Was ist okay?

Ja, du kannst Notizen zum Vorstellungsgespräch mitbringen. Sie sollten kurz, gut sortiert und als Unterstützung gedacht sein: Fragen, die du stellen möchtest, Erinnerungen zur Rolle und ein paar Stichpunkte zu Erfahrungen, die du nicht vergessen willst.

Die Grenze ist klar: Notizen sollen dir helfen, fokussiert zu bleiben. Sie sollten das Gespräch nicht ersetzen. Wenn du komplette Antworten abliest, wirkst du schnell auswendig gelernt. Wenn du kurz auf Stichpunkte schaust und dann frei sprichst, zeigen Notizen eher gute Vorbereitung.

Sinnvolle Notizen

Nimm ein sauberes Notizbuch, eine Mappe oder eine übersichtliche Seite mit. Wichtig ist, dass du sie schnell überblicken kannst.

Hilfreich sind:

  • Drei bis fünf Fragen zur Rolle, zum Team, zu Erwartungen, zum Prozess oder dazu, woran Erfolg gemessen wird.
  • Einige Begriffe aus der Stellenanzeige, die du mit deiner Erfahrung verbinden möchtest.
  • Zwei oder drei kurze Leistungs-Stichpunkte, etwa "Onboarding verkürzt" oder "CRM-Migration begleitet", aber keine ausgeschriebenen Antworten.
  • Namen, Rollen und Aussprachehinweise zu Personen, mit denen du sprichst.
  • Praktische Details wie Uhrzeit, Adresse, Meeting-Link oder Aufgaben für den nächsten Schritt.

Bei Vor-Ort-Terminen sind zusätzliche Kopien deines Lebenslaufs ebenfalls sinnvoll. Du kannst kurz darauf verweisen, wenn es um ein konkretes Projekt geht, solltest aber frei erklären können, was du gemacht hast.

Was du besser auswendig kannst

Die Kernpunkte deiner Bewerbung solltest du ohne Blick auf den Zettel erklären können: wer du bist, warum die Stelle passt und wie deine Erfahrung zur Aufgabe passt.

Bereite besonders diese Punkte vor:

  • Deine kurze Antwort auf "Erzählen Sie etwas über sich".
  • Warum dich das Unternehmen und die Rolle interessieren.
  • Die wichtigsten Stärken, Projekte und Ergebnisse, die du zeigen möchtest.
  • Konkrete Beispiele für typische Verhaltensfragen.
  • Erklärungen zu Lebenslaufpunkten wie Wechsel, Lücken oder kurzen Stationen.

Nutze Notizen dafür als Erinnerung, nicht als fertige Antwort.

Notizen, die du vermeiden solltest

Nimm keine Wort-für-Wort-Antworten mit. Ein Vorstellungsgespräch ist ein Gespräch, und ausformulierte Antworten machen es schwerer, flexibel auf Nachfragen zu reagieren.

Gedruckte Unternehmensrecherche brauchst du meist nicht, außer sie ist für eine Präsentation oder Fallaufgabe relevant. Recherchiere vorher und verwandle die Recherche in bessere Fragen und passendere Beispiele.

Vermeide außerdem alles, was ablenkt oder unprofessionell wirkt: Gehaltsforderungen ganz oben auf dem Blatt, negative Notizen über frühere Arbeitgeber oder Inhalte, die der Interviewer nicht sehen sollte.

So nutzt du Notizen natürlich

Lege deine Notizen neben Lebenslauf oder Notizbuch. Zu Beginn kannst du sagen: "Ich habe ein paar Stichpunkte und Fragen mitgebracht, damit ich nichts Wichtiges vergesse." Das wirkt transparent.

Während des Gesprächs schaust du nur kurz hin und richtest den Blick dann wieder auf dein Gegenüber. Wenn du etwas mitschreiben möchtest, frage knapp: "Ist es in Ordnung, wenn ich mir das notiere?"

Gute Mitschriften sind nächste Schritte, Namen, Teamdetails, Projektanforderungen, Zeitpläne und Punkte für deine Dankesnachricht.

Schnelle Entscheidungsregel

Bring Notizen mit, wenn sie dich konkreter, vorbereiteter und aufmerksamer machen. Lass sie weg, wenn sie eigentlich ein Skript sind. Gute Interview-Notizen helfen dir, bessere Fragen zu stellen und wichtige Details nach dem Gespräch nicht zu verlieren.

Häufige Fragen

Darf ich Notizen in einem Video-Interview nutzen?

Ja. Lege sie neben den Bildschirm, aber so, dass dein Blick nicht ständig abschweift. Eine kurze Liste mit Fragen und Stichpunkten ist okay; vollständige Antworten abzulesen ist riskant.

Sollte ich fragen, bevor ich im Gespräch mitschreibe?

Ja, besonders in einem formellen Interview. "Darf ich mir kurz Notizen machen?" reicht aus und zeigt Aufmerksamkeit.

Können Notizen einen schlechten Eindruck machen?

Nur wenn du dich zu stark auf sie stützt. Kurze, geordnete Notizen wirken vorbereitet. Ablesen, Blättern oder fehlender Blickkontakt können dagegen schaden.

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