Kündigungsschreiben verfassen: Vorlage, Beispiele und Checkliste

Mona Minaie
Autor
Schreibe ein klares Kündigungsschreiben mit konkretem letzten Arbeitstag, professioneller Formulierung, Vorlage und Beispielen für eine geordnete Übergabe.
Wie du ein Kündigungsschreiben verfasst
Ein Kündigungsschreiben sollte kurz, eindeutig und professionell sein. Schreibe, dass du kündigst, nenne deine Position, gib den letzten Arbeitstag als konkretes Datum an, bedanke dich knapp und biete eine sinnvolle Übergabe an, wenn das passt.
Das Schreiben ist nicht der richtige Ort für eine lange Begründung oder Kritik. Es soll deine Kündigung sauber dokumentieren und deinem Vorgesetzten, HR und dem Team die Planung erleichtern.
Bevor du schreibst
Prüfe vor dem Absenden drei Punkte:
- Sieh in Arbeitsvertrag, Mitarbeiterhandbuch oder Unternehmensrichtlinie nach, welche Kündigungsfrist gilt.
- Lege den genauen Kalendertag deines letzten Arbeitstags fest.
- Sprich nach Möglichkeit zuerst mit deiner Führungskraft und sende danach das Schreiben als schriftliche Bestätigung.
Zwei Wochen gelten in manchen Arbeitsmärkten als übliche Frist, sind aber nicht überall richtig. Entscheidend sind Vertrag, Land, Unternehmensregeln und deine konkrete Situation. Wenn du unsicher bist, halte das Schreiben neutral und frage HR nach dem korrekten Ablauf.
Was in das Schreiben gehört
Nutze eine einfache Struktur:
- Betreff: "Kündigung - [Dein Name]" oder "Kündigung meines Arbeitsverhältnisses - [Dein Name]"
- Anrede: Sprich deine Führungskraft oder HR-Ansprechperson direkt an.
- Klare Kündigung: Schreibe eindeutig, dass du deine Position kündigst.
- Letzter Arbeitstag: Nenne ein konkretes Datum.
- Kurzer Dank: Bleibe ehrlich und professionell.
- Übergabe: Biete Übergabenotizen, Projektupdates oder Einarbeitungshilfe an, falls sinnvoll.
- Abschluss: Beende das Schreiben mit deinem Namen.
Was du weglassen solltest
Vermeide Beschwerden, Schuldzuweisungen, Gehaltsdiskussionen, Drohungen und lange Erklärungen. Organisatorische Details kannst du separat klären; das Kündigungsschreiben selbst sollte ruhig und sachlich bleiben.
Vorlage für ein Kündigungsschreiben
Kurzes Beispiel
Freundlicheres Beispiel
Wenn die Trennung schwierig ist
Du musst keine Begeisterung vortäuschen. Du solltest Konflikte aber auch nicht im Kündigungsschreiben festhalten. Eine neutrale Version reicht:
So bleibt die schriftliche Mitteilung sauber. Themen wie Resturlaub, Gehalt, Zeugnis, Benefits, Rückgabe von Geräten oder Exit-Gespräch klärst du besser über die zuständigen Stellen.
Häufige Fehler
- Nur "in zwei Wochen" schreiben, ohne ein genaues Datum zu nennen.
- Das Schreiben senden, bevor du wirklich bereit bist, die Kündigung auszulösen.
- Kritik an Vorgesetzten, Gehalt, Arbeitslast oder Kollegen im Schreiben ausbreiten.
- Mehr Übergabehilfe versprechen, als du realistisch leisten kannst.
- Vergessen, ob HR, ein Portal oder ein bestimmtes Formular vorgeschrieben ist.
Checkliste vor dem Absenden
Prüfe, ob dein Schreiben fünf Fragen beantwortet:
- Wer kündigt?
- Welche Position wird gekündigt?
- Was ist der letzte Arbeitstag?
- Wer erhält die Kündigung?
- Welche Übergabehilfe bietest du an?
Wenn diese Punkte klar sind, erfüllt dein Kündigungsschreiben seinen Zweck. Halte es kurz, bewahre eine Kopie auf und konzentriere dich darauf, deine Arbeit geordnet zu übergeben.


